Notvorrat Liste und mehr

Ein Notvorrat sichert in Krisenzeiten das Überleben und ist daher eine grundlegende Maßnahme in der Krisenvorsorge. In diesem Artikel teile ich meine Tipps, eine Notvorrat Liste und eine Bauanleitung für meine DIY Vorratskiste mit dir.

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Warum einen Notvorrat anlegen?

Die Befriedigung der physiologischen Bedürfnisse, wie Trinken und Essen, ist die grundlegendste Aufgabe jedes Menschen. Wenn du nicht trinkst und isst, wirst du sterben.

Früher haben die Menschen ihre Nahrung zu einem großen Teil selber produziert. Entweder durch Landwirtschaft oder Tierhaltung. Damals war es noch ganz normal einen Vorrat für Krisenzeiten anzulegen.

In der heutigen On-Demand-Gesellschaft ist das nicht mehr wichtig. Der Supermarkt ist nicht weit weg, hat lange geöffnet und immer genug vorrätig. Falls nicht, kommt innerhalb der nächsten Tage Nachschub. Einige kochen sogar gar nicht mehr selber und verlassen sich komplett auf Restaurants und Imbisse.

Wir leben in einer Zeit der Vollversorgung. Bedeutet: Wir können alles was wir zum Überleben brauchen kaufen und brauchen uns theoretisch nicht selbst um die Herstellung kümmern.

Was aber, wenn diese Vollversorgung plötzlich nicht mehr gewährleistet ist? Ein Versorgungsengpass ist immer möglich und kann unterschiedliche Ursachen haben.

Ich möchte nachfolgend einige Beispiele aufzählen. Die Reihenfolge sagt nichts über die Wahrscheinlichkeit aus.

  • Mangel an LKW-Fahrern
  • Hamsterkäufe
  • blockierte/zerstörte Infrastruktur (z.B. durch Naturkatastrophen)
  • anhaltender Stromausfall (Blackout)

Diese Szenarien könnten die Belieferung und/oder die Verfügbarkeit von Waren in den Supermärkten beeinflussen und somit einen Versorgungsengpass auslösen.

Kommen dir diese Beispiele bekannt vor? Das ist Absicht. Denn ich möchte aufzeigen, dass ein Versorgungsengpass kein Hirngespinst ist, sondern eine realistische Bedrohung.

Was viele nicht wissen: ein Supermarkt hat normalerweise keine großen Lagerbestände, verglichen mit der Anzahl an Menschen, die er versorgt. Genauer gesagt lagert in einem modernen Supermarkt nur das, was in den Regalen liegt. Einen zusätzlichen Lagerraum gibt es meist nicht mehr. Bleiben die Lieferungen also mal für ein paar Tage aus, sind die Regale schnell leer.

Wenn jetzt noch eine Panik unter den Bürgern entsteht, die zu Hamsterkäufen führt, geht das sogar innerhalb weniger Stunden. So habe ich das selbst beobachtet, als die COVID-19-Pandemie angefangen hat.

Nudeln, Mehl, H-Milch, Hefe, Brotbackmischungen, Aufbackwaren, Toilettenpapier, Seife und Desinfektionsmittel waren in den Supermärkten der Umgebung innerhalb kurzer Zeit ausverkauft.

Zusätzlich war die Stimmung an den Kassen aufgeheizt und eventuelle Mengenbeschränkungen pro Kunde wurden aggressiv diskutiert. Und dabei ging es manchmal nur um Toilettenpapier. Stell dir vor, wie die Menschen sich verhalten, wenn das Überleben ihrer Familie auf dem Spiel steht.

Die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Quarantäne Anordnungen haben außerdem gezeigt, dass du jederzeit in die Lage geraten könntest für mehrere Tage dein Heim nicht verlassen zu dürfen. Auch das würde in einem Versorgungsengpass für dich resultieren.

Im Übrigen empfiehlt auch die Regierung das Anlegen eines Notvorrats. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) schreibt hierzu:

„Es gibt verschiedene Notsituationen, in denen ein Vorrat an Lebensmitteln und Getränken hilfreich ist. Aber auch im Alltag können Sie von einem Vorrat profitieren!

Ein Notvorrat ist sinnvoll und gibt dir Handlungsspielraum in Krisenzeiten. Zur Überbrückung von Engpässen solltest du einen Notvorrat anlegen!

Was gehört alles in einen Notvorrat?

  • lagerfähige Nahrungsmittel (Nudeln, Reis, Bohnen, Linsen, …)
  • Mehl
  • Trockenhefe & Backpulver
  • Zucker
  • Öl, Essig & Fett
  • Gewürze (Salz, Pfeffer, Paprika, Curry, Muskat, Oregano, …)
  • Würze (Ketchup, Senf, Maggi, …)
  • Brühen in Würfel- oder Pulverform (Rind, Huhn, Gemüse, …)
  • Soßen (Tomate, Asiatisch, …)
  • Fertigkonserven (Ravioli, Nudeln, Eintöpfe, Suppen, …)
  • Gemüsekonserven (Tomaten, Mais, Bohnen, Erbsen, Möhren, Pilze, Kartoffeln, Wurzelgemüse, …)
  • Obstkonserven (Ananas, Pfirsich, Apfelmus, Birne, Kirschen, …)
  • Sauerkonserven (Gurken, Sauerkraut, Rotkohl, Rote Beete, …)
  • Fisch- und Fleischkonserven (Heringsfilet, Thunfisch, Dosenfleisch, …)
  • Dosenbrot
  • Aufstriche (Marmeladen halten lange)
  • haltbare Molkereiprodukte (Milch, Sahne, …)
  • Instant Gerichte in Pulverform (Kartoffelpüree, Pudding, Paradies Creme, …)
  • Nüsse (Walnüsse, Mandeln, Erdnüsse, …)
  • Schokolade (Zartbitter hält besser)
  • Kekse (ohne Füllung hält länger)
  • Babynahrung (Milchpulver, Notnahrung, …)
  • Tiernahrung
  • Gaskocher & Gaskartuschen
  • Kaffee (Instant und/oder Bohnen)
  • Tee
  • Getränkepulver
  • Getränke (Mineralwasser, Säfte, Saftschorlen, …)
  • Stückseife
  • Zahnbürsten & -pasta
  • Händedesinfektionsmittel
  • Haushaltshandschuhe
  • Waschmittel
  • Putzmittel
  • Küchenpapier
  • Toilettenpapier
  • Monatshygiene
  • Windeln und Feuchttücher
  • reißfeste Müllbeutel
  • Campingtoilette mit Sägespänen

Nachfolgend werde ich noch näher auf die Punkte Nahrung, Wasser und Hygiene eingehen und dir einige wertvolle Tipps und Denkanstöße geben.

Nahrung

Wichtig ist, dass du Nahrung einlagerst, die du auch in der Vollversorgungszeit konsumierst. Dosenfleisch oder -fisch mag sich super einlagern lassen, wenn du es aber nicht gerne isst, wirkt sich das in einer Krise negativ auf deine Moral aus. Außerdem ermöglicht es dir deinen Notvorrat zu rotieren, wenn du die Nahrung gerne konsumierst.

Beim Rotieren lagerst du neue Artikel so ein, dass sie hinten anstehen. Du konsumierst also erst die vorderen und damit älteren Waren. „First in – First out (FIFO)“ nennt sich dieses Prinzip. Ware, die du zuerst eingelagert hast, verbrauchst du auch als Erstes. So funktioniert ein rotierender Notvorrat.

Apropos Moral, lagere auch Nahrungsmittel ein, die dich und deine Familie glücklich machen. Das kann beispielsweise Schokolade, Kaffee oder Tee sein. Achte hierbei darauf, dass die Haltbarkeit hoch ist. Beispielsweise hält sich Zartbitterschokolade länger als Milchschokolade.

Um die richtigen Mengen an Nahrungsmittel für dich und deine Familie zu ermitteln, kannst du den Vorratskalkulator vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nutzen.

Fertigkonserven kannst du auch kalt essen, aber vieles auf der Notvorrat Liste ist nur gekocht genießbar. Also solltest du eine Kochmöglichkeit einplanen. Dazu lohnt sich der Blick in den Camping und Outdoor Bereich. Am einfachsten ist es, wenn du dir einen gasbetriebenen Campingkocher* und ausreichend Gaskartuschen* bereitlegst.

Wenn ein Baby in deinem Haushalt lebt, musst du auch hierfür vorsorgen. Babynahrung als Pulver* ist haltbar und gut lagerfähig. Mit einer Dose (800g) kommen wir aktuell circa eine Woche aus. Ab dem 6. Lebensmonat kannst du Notnahrung* einlagern. Das hält ewig und kann als Babybrei genutzt werden.

Deine eventuell vorhandenen Haustiere darfst du nicht außer Acht lassen! Es wäre sehr unglücklich, wenn du sie entweder verhungern lassen oder deinen eigenen Notvorrat mit ihnen teilen müsstest.

Um die Nahrungsmittel möglichst lange lagern zu können empfehle ich dir eine Vorratskiste anzulegen. Meine DIY Vorratskiste beschreibe ich weiter unten in diesem Artikel.

Notvorrat Checkliste und DIY Vorratskiste Bauanleitung als kostenloses PDF

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Letzte Aktualisierung am 29.11.2022

Wasser

In einigen Notfallszenarien entfällt auch die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung, beispielsweise zeitversetzt bei einem Blackout. Es ist daher wichtig, dass du deinen Notvorrat auch für so einen Fall auslegst.

Trinkwasser

Jeder Mensch muss trinken. Du verdurstest nach 3 Tagen ohne Wasser! Trinkwasser sollte also eine hohe Priorität haben bei denen Vorbereitungen auf Krisenzeiten. Plane mindestens 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag ein.

Trinkwasser solltest du stets in Glasflaschen lagern, da sich über die Zeit Bestandteile der Kunststoffflasche im Wasser lösen können. Bei regelmäßiger Rotation in kurzen Zeitabständen ist das aber kein Problem.

Ein weiterer Vorteil von Glasflaschen ist, dass sie meistens in Getränkekisten verkauft werden, die sich prima stapeln lassen. Das ist bei Kunststoffflaschen aus dem Discounter nicht der Fall.

Du kannst Trinkwasser auch aus Brauchwasser herstellen. Reines Abkochen kann aber nicht ausreichend sein. Um wirklich sicherzugehen benötigst du Chlortabletten* beziehungsweise Chlor in flüssiger Form*. Am besten in Kombination mit einem Wasserfilter*. Die sind auch als strohhalmartige Wasserfilter* erhältlich.

Zur Wasseraufbereitung hat der deutsche Anbieter ration1.de ein schönes Wasserfilter und Lager-Paket* im Angebot.

Brauchwasser

Wasser brauchst du nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Waschen und Kochen. Mangelnde Hygiene kann zu Krankheiten führen und die willst du in einer Krise unbedingt vermeiden. Plane also 1 bis 2 Liter Brauchwasser pro Person und Tag ein.

Zum Bevorraten von Brauchwasser hast du viele Möglichkeiten, da es nicht so hohe Anforderungen hat wie Trinkwasser. Als Profi Prepper beschaffst du dir eine Zisterne, die du idealerweise anzapfen kannst, ohne das Haus zu verlassen.

In einer Wohnung hast du diese Möglichkeit nicht. Hier musst du in deinem Vorrat für Krisenzeiten auch Stauraum für Brauchwasser einplanen, beispielsweise im Keller. Dazu eignen sich stapelbare Wasserkanister*.

Solltest du selbst dafür keinen Stauraum haben, empfehle ich dir faltbare Wasserkanister* oder reißfeste Wasserbeutel* bereitzulegen, um diese im Notfall mit Wasser zu befüllen. In Zeiten der Vollversorgung nehmen diese keinen zusätzlichen Platz weg.

Alternativ empfehle ich im Notfall kurzerhand die Badewanne mit Wasser zu füllen. Idealerweise hast du dir vorher den WaterBOB* zugelegt und kannst das Wasser darin hygienisch aufbewahren.

Letzte Aktualisierung am 29.11.2022

Hygiene

Hygiene ist, wie bereits erwähnt, ungemein wichtig. Mangelnde Hygiene kann krank machen und das Letzte, was du im Krisenfall möchtest, ist es krank zu werden.

Dabei geht es nicht nur darum, dass du genug Seife vorrätig hast, um dich zu waschen oder um ausreichend Putzmittel für den Haushalt. Es ist viel simpler. Es geht in erster Linie darum, wie du im Krisenfall deine Ausscheidungen hygienisch entsorgst.

Das kann ein ernstzunehmendes Problem werden, beispielsweise in einer Wohnung eines Mehrparteienhauses. Die Klospülung funktioniert nämlich nicht ohne Wasserdruck und der ist beispielsweise bei einem Blackout weg. Eine Notstromversorgung, um die Trinkwasserversorgung zu gewährleisten ist fast nirgends vorhanden. Schon gar nicht in Städten.

Vielleicht hast du auch nicht die Möglichkeit dir einen Spaten* zu schnappen und mit der Klorolle unter dem Arm in den angrenzenden Wald zu verschwinden, um dein Geschäft zu erledigen.

In so einem Fall muss ein Eimer herhalten. Etwas komfortabler ist eine Campingtoilette*. Das ist im Prinzip auch nur ein Eimer, aber mit Klobrille. Ließe sich zur Not bestimmt auch selber bauen. In diese Nottoilette kommt bei mir dann ein reißfester Müllbeutel* und Sägespäne*.

Die Sägespäne saugen Flüssigkeiten auf und unterbinden den Geruch. „Gespült“ wird auch mit Sägespänen. Nach einigen Sitzungen wird der Beutel entnommen, zugebunden und entsorgt.

Körperpflege ist natürlich auch wichtig. Also solltest du ausreichend Seife einlagern. Am besten Stückseife. Die ist kompakter, lässt sich gut stapeln und im Zweifel als Tauschmittel klein schneiden.

Im Frühjahr und Sommer kannst du komfortabel mit einer Campingdusche* auf dem Balkon oder im Garten mit warmem Wasser duschen. Im Herbst und Winter wirst du dazu das Wasser erhitzen oder kalt duschen müssen.

Wenn eine Frau im Haushalt lebt, wirst du die Monatshygiene einplanen müssen. Das ist für mich kein Tabuthema und auch bei der Krisenvorsorge wichtig!

Die Präferenzen sind unterschiedlich und als Frau wirst du wissen, was und wie viel du einlagern musst. Als Mann wirst du erfragen müssen, ob sie lieber Tampons oder Binden nutzt und in welcher Größe. Alternativ bietet sich für den Notfall eine Menstruationstasse* an.

Sofern ein Baby in deinem Haushalt lebt, musst du auch für dessen Hygiene vorsorgen. Windeln und Feuchttücher solltest du in großen Mengen besorgen. Kaufe deshalb lieber ein Paket Windeln zu viel, als zu wenig.

Rotation ist hier wichtig, denn ein Baby wächst schnell und passt eventuell nicht mehr in die eingelagerte Windelgröße.

Auch wichtig, wenn es um Gesundheit geht: die Erste Hilfe Ausrüstung.

Erste Hilfe Prepper Ausrüstung für den Notfall
Meine Erste Hilfe Ausrüstung

Letzte Aktualisierung am 29.11.2022

Wann sollte man einen Notvorrat anlegen?

Der Vorrat für Krisenzeiten sollte immer in Zeiten der Ruhe und des Friedens angelegt werden. Also in der bereits erwähnten Vollversorgungszeit. Oder noch einfacher gesagt: jetzt.

Ist die Krise erstmal eingetreten, ist es mit dem Anlegen vom Notvorrat schon zu spät. Einkaufen kann dann sogar gefährlich für dich werden, wenn sich Panik breit macht, die Menschen um ihr Leben bangen und aggressiv werden.

Du legst dir als Prepper deinen Notvorrat also im Voraus an. So bist du im Krisenfall nicht gezwungen Einkaufen zu gehen.

Wie fange ich einen Notvorrat an?

Eine grundlegende Einstellung von mir ist es einen Schritt nach dem anderen zu tun. Ich rate dir also dazu, erst einmal einen kleinen Notvorrat anzulegen, dafür aber möglichst von allem etwas zu haben.

Mit der Zeit kannst du dann mehr und mehr dazu kaufen. Beispielsweise, wenn die Artikel im Angebot sind. Auf diese Weise bin ich zu einer stattlichen Sammlung von Fertiggerichten in Konservendosen gekommen.

Prepper Notvorrat Konservendosen
Ein Teil meiner Sammlung von Konservendosen im Notvorrat

Gibt es den fertigen Notvorrat auch zu kaufen?

Natürlich kannst du deinen Notvorrat auch fertig gepackt kaufen. Der deutsche Anbieter ration1.de* hat zu diesem Zweck umfangreiche und vielfältige Notvorrat Pakete zusammengestellt. In dem übersichtlichen Online-Shop findest du 10 Jahre haltbare, stapelbare und ohne Zubereitung genießbare Produkte für deinen Notvorrat.

Mir gefällt besonders die Übersichtlichkeit des Online-Shops, das vielfältige Angebot an Gerichten und die Flexibilität der Pakete. Du kannst sogar auf deinen persönlichen Ernährungsstil eingehen und zwischen vegetarischen, veganen, laktosefreien und glutenfreien Paketen wählen. Auch den speziellen Paketkonfigurator für Familien* finde ich richtig klasse!

Jetzt Probierpaket mit leckerem Brot + GRATIS Rabatt Gutschein von ration1.de testen: 1x 10 Jahre haltbares Roggenmischbrot + ON TOP ein 10 € Gutschein als Geschenk!

Wo lagert man den Notvorrat?

  • Keller
  • Abstellkammer
  • Garage (falls ein direkter Zugang vorhanden ist)
  • Balkon
  • Dachboden
  • unter Treppen
  • unter dem Bett
  • unter dem Sofa
  • an der Rückwand von Kleiderschränken
  • auf Kleiderschränken
  • hinter Türen
  • hinter Gardinen

Dein Notvorrat sollte möglichst direkt erreichbar sein. Wenn du das Haus bzw. die Wohnung verlassen musst, um an den Notvorrat zu gelangen, ist das schlecht. Es gibt Szenarien, in denen du nicht mal einen Fuß vor die Tür setzen kannst oder darfst. Somit solltest du auf mietbare Lagerräume und Garagen nur in speziellen Plänen setzen. Beispielsweise als Zwischenstopps auf deiner Fluchtroute aus der Stadt.

Grundsätzlich solltest du dir als Prepper klarmachen, dass die überbrückbare Dauer im Falle einer Krise direkt von der Anzahl der zu versorgenden Personen und der Größe des Vorrats für Krisenzeiten abhängt. Dementsprechend muss der Stauraum bemessen sein.

Jeder Prepper hat hierbei andere Voraussetzungen. Ideal für den Notvorrat wäre zum Beispiel ein Keller. Steht dieser nicht zur Verfügung, musst du kreativ werden und jeden verfügbaren Stauraum nutzen.

Hierzu lohnt ein Blick in meine Literaturempfehlungen* oder die Serie „Preppers – Bereit für den Weltuntergang“. In einigen Folgen werden Prepper begleitet, die in einer Wohnung wohnen. Wie in meinem Artikel „Warum Prepper sein?“ bereits angedeutet, bin ich nicht von allen Darstellungen dieser Serie begeistert beziehungsweise überzeugt, aber hier kannst du dir einiges an Ideen und Inspiration holen.

Beispielsweise kannst du deinen Notvorrat in ungenutzten Räumen lagern, beispielsweise unter dem Bett oder hinter der Tür. Die Möglichkeiten sind unendlich und wenn du durch deine Wohnung oder dein Haus gehst, stell dir folgende Frage: „Wo passt hier eine Konservendose oder eine Wasserflasche rein?“ Ich bin mir sicher: du wirst noch Platz finden!

Vorrat für Krisenzeiten Notvorrat im Keller
Ein Teil von meinem Notvorrat im Keller

Wie sollte der Notvorrat gelagert werden?

Um die bestmögliche Haltbarkeit deines Notvorrats zu erreichen, solltest du als Prepper immer folgende Aspekte bei der Lagerung berücksichtigen:

  • Stabilität
  • Temperatur
  • Feuchtigkeit
  • Sonnenlicht
  • Ungeziefer
  • Räuber

Ob und wie stark dein Notvorrat von diesen Punkten betroffen sein wird, musst du dir als Prepper im Vorfeld überlegen.

Beispielsweise werden Konservendosen zwar nicht von Feuchtigkeit, Sonnenlicht und Ungeziefer betroffen sein, aber von Temperatur und Räubern. Glaskonserven wiederum sind auch von Sonnenlicht betroffen. Plastik und in Papier verpackte Lebensmittel sind dagegen vor allen Aspekten zu schützen. Und alles in deinem Notvorrat muss stabil gelagert werden.

Stabilität

Auf Schwerlastregalen* lässt sich ein Notvorrat hervorragend lagern. Lebensmittel und Getränke lassen sich egal in welcher Form unterbringen, ob in Gläsern oder Konservendosen.

Zusätzlich hält ein gutes Schwerlastregal einiges an Gewicht aus und verhindert Schäden am Notvorrat. Beispielsweise durch einen Sturz oder die Überlastung eines Regals aus Holz.

Letzte Aktualisierung am 29.11.2022

Temperatur

Je kühler du den Vorrat für Krisenzeiten lagerst, desto besser. Ebenso wichtig ist, dass die Temperatur möglichst konstant bleibt. Eine schwankende Temperatur mit sehr kalten und sehr warmen Phasen kann den Lebensmitteln mehr zusetzen als beispielsweise konstante Zimmertemperatur.

Du musst also bedenken, dass der Dachboden bzw. der Balkon von Frühjahr bis Sommer wahrscheinlich nicht geeignet sind, um deinen Notvorrat zu beherbergen.

Ich empfehle dir, die Temperatur des Lagerorts mit einem Messgerät* zu überwachen. Idealerweise kann dieses Messgerät Min/Max Werte aufzeichnen.

Feuchtigkeit

Es dürfte dir bekannt sein, dass Feuchtigkeit der Feind vieler Lebensmittel ist. Dauerhafte Feuchtigkeit führt in kürzester Zeit zu Schimmelbildung und zerstört deinen Notvorrat.

Dabei muss nicht mal Wasser in flüssiger Form direkt schuld sein. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit kann dazu führen, dass sich Schimmel bildet. Achte darauf, dass dein Vorrat für Krisenzeiten nicht in direkten Kontakt mit feuchter Raumluft gerät.

Weiter unten in diesem Artikel werde ich dir meine DIY Vorratskiste vorstellen, die deinen Notvorrat vor zu hoher Luftfeuchtigkeit schützt.

Auch die Luftfeuchtigkeit solltest du mit einem Messgerät* überwachen.

Letzte Aktualisierung am 29.11.2022

Sonnenlicht

Die Haltbarkeit von Lebensmitteln kann auch durch Sonneneinstrahlung beeinträchtigt werden. Du musst deinen Notvorrat davor schützen, insbesondere Glaskonserven. Idealerweise wählt man einen möglichst dunklen Raum, zum Beispiel den Keller.

Du kannst deinen Vorrat für Krisenzeiten auch vor Sonnenlicht schützen, indem du lichtundurchlässige Boxen* verwendest. Ich empfehle dabei eine stabile und stapelbare Ausführung.

Letzte Aktualisierung am 29.11.2022

Ungeziefer

Ungeziefer könnte deinen Notvorrat befallen und diesen beschädigen oder sogar vernichten. Dazu zählen Mäuse und Ratten, aber auch Ameisen, Lebensmittelmotten und Fliegen.

Bei der Abwehr von Nagetieren hilft die oben erwähnte Lagerkiste mit Deckel. Insekten wie Lebensmittelmotten oder Fliegen sind da schon schwieriger fernzuhalten. Hierfür brauchst du eine luftdichte Vorratskiste*.

Meine DIY Vorratskiste schützt deinen Notvorrat auch vor aller Art Ungeziefer. Dazu komme ich gleich.

Letzte Aktualisierung am 29.11.2022

Räuber

Ein weiterer Aspekt ist die Abwehr von Räubern. Dies betrifft dich als Prepper besonders, wenn du deinen Vorrat für Krisenzeiten im Gemeinschaftskeller eines Mehrfamilienhauses unterbringst. Häufig hast du als Mieter in so einem Keller nur einen nicht besonders sicheren Holzverschlag. Diese Lagerräume sind für jeden einsehbar und leicht aufzubrechen.

Hier wäre es auch von Vorteil, wenn der Aufbewahrungsbehälter nicht durchsichtig ist, um den Inhalt vor neugierigen Blicken zu schützen. Eine Kunststoffbox ist allerdings weiterhin leicht aufzubrechen. Anders ist das bei einer Aufbewahrungskiste aus Aluminium*.

Letzte Aktualisierung am 29.11.2022

Diese Kisten besitzen stabile Hebelspannverschlüsse mit Vorbereitung für Vorhänge- oder Zylinderschloss. Natürlich wird ein Räuber auch dieses Hindernis mit ausreichend Aufwand überwinden können, aber das Ziel ist es ihm sein Vorhaben so schwer wie möglich zu machen.

Die DIY Vorratskiste

Unter Preppern gibt es die sogenannte „Monatskiste“. Eine solche Kiste soll den Besitzer für einen Monat lang mit ausreichend Nahrungsmitteln versorgen. Die Monatskiste kann man sich also als „Eiserne Ration“ vorstellen.

Meine erste Prepper Monatskiste

Ich habe meine ersten Gehversuche im Bereich Notvorrat mit so einer Kiste unternommen und diese dann zu meiner DIY Vorratskiste weiterentwickelt. Sie schützt den Inhalt vor Feuchtigkeit, Ungeziefer, muffigem Kellergeruch und bei Bedarf auch Sonnenlicht.

In diesen Kisten lagere ich alles, was empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert und dann schimmeln könnte. Beispielsweise Mehl, Zucker, Nudeln, Salz, Gewürze, etc.

Mit meiner DIY Vorratskiste hältst du auch jegliches Ungeziefer fern. Mäuse und Ratten haben dank des stabilen Kunststoffs keine Chance. Fliegen und Lebensmittelmotten werden durch die Dichtung ferngehalten. Ich rate von Lavendelsäckchen oder ähnlichem ab, da der Duft mit der Zeit in die Lebensmittel ziehen könnte.

Ich nutzte gerne transparente Kisten, da ich so den Inhalt der Kiste sofort erkenne ohne sie öffnen zu müssen. Das ist besser für das „Kistenklima“. Und in meinem Keller habe ich kein Problem mit Sonnenlicht.

Meine DIY Vorratskiste besteht aus folgenden Teilen:

Letzte Aktualisierung am 29.11.2022

DIY Vorratskiste Bauanleitung als kostenloses PDF

Die Bauanleitung für meine DIY Vorratskiste und viele weitere Checklisten und Ratgeber erhältst du, wenn du dich für meinen Newsletter anmeldest!

Wenn dir meine DIY Vorratskiste zu provisorisch und gebastelt ist, kannst du für deinen Notvorrat auf die professionelle Lösung zurückgreifen und eine Aufbewahrungskiste aus Aluminium mit integrierter Dichtung im Deckel* nutzen. Kombiniert mit den wiederverwendbaren Luftentfeuchtern* ist das die ultimative Prepper Lösung.

Letzte Aktualisierung am 29.11.2022

Erfahrungen mit der DIY Vorratskiste

Die DIY Vorratskiste ermöglicht es mir, die eingelagerten Lebensmittel weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum zu bringen. Konkret waren in 2015 abgelaufene Nudeln und Mehl 2020 noch genießbar! Meine Familie und ich haben keinen Unterschied feststellen können und es ist auch keiner krank geworden.

Eigentlich ist das nicht notwendig, da ich meinen Notvorrat rotiere. Aber es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich mal ein Paket Mehl übersehe und das MHD überschritten wird.

Fazit

Engpässe in der Versorgung können jederzeit auftreten und sind kein Hirngespinst. Ein Notvorrat ist also sinnvoll und kann dir Spielraum in Krisenzeiten verschaffen.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt ebenfalls einen Notvorrat.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bietet einen eigenen Vorratskalkulator an, um die richtigen Mengen für dich und deine Familie zu ermitteln.

Ein Notvorrat steht am besten im Keller oder auf dem Dachboden. Ist beides nicht verfügbar, musst Du kreativ werden. Ungenutzte Räume gibt es in jeder Wohnung und in jedem Haus. Beispielsweise unter dem Bett oder hinter Türen.

Beginne jetzt mit dem Anlegen eines Notvorrats und schiebe es nicht weiter auf. Ich empfehle dir bei jedem Einkauf etwas mehr mitzubringen, als du brauchst. Oder bei Sonderangeboten von haltbaren und lagerfähigen Lebensmitteln zuzugreifen.

Achte darauf Babys und Haustiere in deiner Planung nicht zu vergessen!

Wenn du nicht länger warten willst und dir bequem den richtigen Notvorrat nach Hause liefern lassen möchtest, empfehle ich dir die Pakete von ration1.de*.

Du musst deinen Vorrat vor negativen Einflüssen, wie beispielsweise Feuchtigkeit oder Ungeziefer, schützen. Dazu empfehle ich dir eine oder mehrere luftdichte Vorratskisten anzulegen.

Meine Bauanleitung für eine DIY Vorratskiste erhältst du nach der Newsletteranmeldung!

Falls du Fragen hast oder ich deiner Meinung nach etwas vergessen habe, dann freue ich mich über eine Rückmeldung. Entweder über die Kommentare, das Kontaktformular oder bei Instagram.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

6 Antworten auf „Notvorrat Liste und mehr“

  1. Hallo Philipp,
    Vielen Dank für die ausführliche Liste, was in einen Notvorrat gehört und auch für die Idee mit der Notfall Vorratskiste, da waren viele gute Ideen dabei. Was mir persönlich noch aufgefallen ist, dass du vergessen hast, notwendige Medikamente und Verbandmaterialien zu erwähnen, die unbedingt in einen Notvorrat, bzw eine Notfallkiste gehören. Seien es Medikamente, die in Krisenzeiten wichtig sein können, wie z. B. Schmerzmittel, Mittel gegen Durchfall und Übelkeit, oder auch Medikamente zur Beruhigung und ganz wichtig Erkältungsmittel wie Hustensaft und Fiebersenkende Medikamente. Vor allem wenn Kinder mit im Haushalt leben ist dran zu denken, dass alle Medikamente in geringeren Dosierungen vorrätig sind. Und auch Verbandmaterialien von einfachen Pflastern bis hin zu sterilen Kompressen und Verbänden für Schnitt-, Kratz- und Schürfwunden jeder Art sollte etwas vorhanden sein. Genauso wie desinfizierende Salbe z. B. Braunovidon oder Wund-und Brandsalbe und Hautdesinfektionsmittel gehören in einen Notvorrat.
    Und wie sieht es aus mit Mitteln oder Medikamenten zur Empfängnisverhütung bei Paaren? Wer in Zeiten der Vollversorgung z. B. Mit der Pille oder einer anderen hormonellen Methode verhütet, muss in Krisenzeiten evtl auf etwas anderes ausweichen wie z. B. Kondome, je nachdem wie lange die Krise andauert und welche Art von Krise eingetreten ist.

    Ich hoffe, mein Kommentar war nicht zu lang und ausführlich. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und eine schöne Woche. Liebe Grüße, Roxane
    Was in deiner Auflistung auch fehlt sind z. B. Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine. Klar ist ein Notfallvorrat im besten Fall ausgewogen, aber ob Dosenobst und – Gemüse wirklich so viele Vitamine und Nährstoffe hat wie frisches, wage ich zu bezweifeln. Vor allem Vitamin C und D sind da sehr wichtig.

    1. Hey Roxane,
      vielen Dank für Deine Rückmeldung! Tolle und absolut richtige Vorschläge, die Du da machst.

      Zum Thema Erste Hilfe habe ich einen separaten Artikel geschrieben und hier im Artikel darauf verwiesen. Ist aber wahrscheinlich untergegangen, weil ich es nur beiläufig im Fließtext erwähnt habe. Ich habe der Verlinkung nochmal mehr Ausdruck verliehen durch ein Bild meiner Erste Hilfe Ausrüstung. Medikamente fehlen in meinem Erste Hilfe Artikel noch, das wird bei der kommenden Überarbeitung kommen.

      Thema Verhütung: tolle Idee! Werde ich ebenfalls einbauen.

      Nahrungsergänzungsmittel zu bevorraten, habe ich selbst auch nicht auf dem Schirm. Wieder ein guter Hinweis! Werde ich einfließen lassen.

      Danke vielmals und schönen Gruß,
      Philipp

  2. Hallo,

    Die Liste gefällt mir wirklich sehr gut und ich kann noch einiges an Anregung davon nutzen. Lebensmittel habe ich mittlerweile so viel, dass wir wohl ein paar Monate davon leben könnten (alles in der Speisekammer um alles im Blick zu haben und FIFO praktizieren zu können).
    Getränke sind meist zwischen 100 und 120 l drinnen. Ein Notvorrat an Quellwasser von 50l ist noch zusätzlich vorhanden.
    Ebenso noch leere Waterbags Funk im Notfall schnell gefüllt zu werden und ein Katadyn Vario mit Micropur Classic und Forte.

    Futter für meine Haustiere ist eigentlich auch immer genug zu Hause und ebenso Transporttaschen für diese, falls das Haus verlassen werden muss.

    Nun kommt aber das große Fragezeichen wobei ich Bauchschmerzen kriege …

    Man stellt sich flüchten im Kopf so „einfach“ vor.
    Wie aber bewerkstelligt man das wirklich?

    Wohin flüchte ich?
    Ich habe das Glück auf dem Land zu wohnen und wäre innerhalb 10-15 min mit dem Auto im Wald.
    Aber was dann?

    Mit dem Auto kann man ja noch gut einiges mitnehmen an Nahrung und Futter und glücklicherweise habe ich ein Geländefahrzeug. Aber was wenn ich zu Fuß flüchten muss?
    Da bleibt nicht viel um Nahrung mitzuschleppen plus 15kg Katzenfutter…
    Was wenn alles zusammenbricht und der Supergau eintritt und es nie mehr wird wie vorher?

    Irgendwann ist das Futter aufgebraucht … wie ernähre ich dann meine Tiere?
    Ich kann Katzen nicht mit Reis füttern und die sind zu blöd um sich eine Maus zu fangen geschweige denn zu fressen.
    Wo lebe ich ?
    Baue ich mir eine Hütte im Wald?
    Was esse ich?
    Im unwahrscheinlichen Falle eines überlebten Atomanschlages ist nix mehr da was essbar wäre.
    Auf was stellt man sich denn da ein?
    Es ist doch reell nicht möglich Nahrung für 7 Personen mitzuschleppen außer für ein paar Tage .

    Um Wasser mache ich mir glücklicherweise wegen des Katadyn keine Gedanken. Aber der Rest?

    Ich kann ja zu Fuß kaum noch ein riesiges Familienzelt mitschleppen. Und was ist im Winter bei -15/-20 Grad die es bei uns schnell mal hat?
    Jeder einen Schlafsack und zumindest ein paar Klamotten?

    Da kommt mir dann doch der Gedanke an Walking Dead …
    (nur dass dies auch unlogisch ist, ich hab da noch keinen Wasser filtern sehen 😂)

    Und flüchten in ein anderes Land können wir uns sowieso abschminken, denn realistisch gesehen nimmt uns kein anderes Land auf außer Österreich, da wir nirgends gemocht werden.

    1. Hey,
      danke für Deinen Kommentar. Du bist ja bestens vorbereitet! Die Basics scheinen größtenteils abgedeckt zu sein, Hut ab. Alles darüber hinaus ist dann die Kür.

      Flucht ist nicht immer sinnvoll. Im Falle von Krieg und Vertreibung oder einem Unfall, der die Region unbewohnbar macht, schon. Und die Überlegung „Und was dann?“, wenn man in den Wald geflüchtet ist, ist durchaus berechtigt! Auch, ob man überhaupt in den Wald flüchten muss? Bei bestimmten Szenarien wird man in Notunterkünften unterkommen.

      Es ist schwierig bis unmöglich, sich auf alles vorzubereiten. Gewisse Risiken muss man akzeptieren.

      Genauso der Fall, dass nichts mehr so ist wie vorher. Realistische Vorbereitungen, mit vertretbarem Aufwand, helfen nun mal nur für einen begrenzten Zeitraum. Eine gewisse Abhängig durch Fremdversorgung wird immer vorhanden bleiben. Möchte man sich davon lösen, bedeutet das eine drastische Veränderung des Lebensstils. Beispielsweise der Umzug auf einen kleinen Bauernhof, um als echter Selbstversorger seine eigenen Lebensmittel anzubauen. Das bedeutet aber auch den Ausstieg aus der bisherigen Karriere, da das ein Vollzeitjob ist.

      Ich möchte damit verdeutlichen, dass alle Vorbereitungen ihre Grenzen haben. Und das ist auch ok so. Manchmal ist es sinnvoller, ein Risiko nicht vollständig zu eliminieren, sondern lediglich zu verringern. Beim Beispiel Lebensmittel könnte man, sofern Platz vorhanden ist, einen Krisengarten anlegen und Hühner halten. So braucht man nur jede zweite Gurke kaufen und hat ab und an Eier und Fleisch. Damit ist man ein Stück unabhängiger und entlastet den Geldbeutel.

      Schönen Gruß,
      Philipp

  3. Hallo und danke für die vielen Tipps. Bis auf wenige Dinge sind wir soweit gut ausgestattet, jetzt weiß ich wo wir weiter machen können. Worauf ich als Mutter auch immer achte ist dass etwas an strom unabhängigem Beschäftigungsmaterial für die Kinder da ist. Im Falle von Blackout ist auch kein YouTube oder Hörbuch mehr drin, um die Nerven gesund zu halten. Also habe ich immer im Hinterkopf, neue Bücher, Bastelmaterial, Spiele etc greifbar zu haben, für den Falle des Falles. Hat auch in Corona Quarantäne Zeiten nicht geschadet.
    Außerdem, aber das ist ein großes Feld und sicher nicht für jeden was, hilft es, sich ein wenig in der Wildkräuter, Pilz und Naturmedizidn Thematik auszukennen und entsprechende Literatur zu besitzen. Zumindest für die, die entsprechende Möglichkeiten vor Ort auf dem Land haben.
    Und schlussendlich ( ich sage es ungern!!! und auch auf die Gefahr hin, dass der Kommentar gelöscht wird) für mindestens jede erwachsene Person sollte ein Messer verfügbar sein, dass man im Notfall bei sich tragen kann zwecks Verteidigung.
    Grüße, Olli

    1. Hey Olli,
      danke für Deinen Kommentar! Grundsätzlich geht es in diesem Artikel erstmal ausschließlich um den Notvorrat. Aber Du hast natürlich recht, wenn man Krisenvorsorge als Ganzes betrachtet.

      Beschäftigung ohne Strom ist sehr wichtig und das Thema habe ich in meinem Blackout Artikel aufgegriffen.

      Was der Wald hergeben kann, ist auch sehr interessant und ein tolles Thema, allerdings nicht für jeden erreichbar, zum Beispiel für Stadtbewohner.

      Und auch Messer, sind ein wichtiges und breit gefächertes Thema, das jeder betrachten sollte.

      Schönen Gruß,
      Philipp

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