Warum Prepper sein bzw. Krisenvorsorge betreiben?

Prepper haben einen schlechten Ruf und werden häufig belächelt. Wir gelten als Sonderlinge und Militärfreaks. Manche behaupten sogar, wir wären verrückt und würden uns auf den Weltuntergang freuen.

Das ist der Eingangstext dieser Seite und das hat seinen Grund. In diesem Artikel erfahrt ihr, warum Preppen zu meinem Hobby wurde und warum ich der Meinung bin, dass jeder Krisenvorsorge betreiben sollte.

Prepper im Rampenlicht

Wenn überhaupt, kennen viele den Begriff Prepper nur „aus der Serie über die verrückten Typen, die Lebensmittel, Klopapier und vorallem Waffen horten“. Hierbei geht es um Doomsday Preppers. Das ist eine US-amerikanische Reality-Serie, die in jeder Episode unterschiedliche Prepper begleitet und die Vorbereitungen auf bestimmte Weltuntergangsszenarien bewertet. Der Inhalt jeder Folge ist größtenteils gestellt und es wird absichtlich mit Vorurteilen und Klischees gespielt. Ich hab die Serie natürlich auch gesehen, aber ich kann an der Stelle zwischen Sinn und Unsinn unterscheiden.

Kein Prepper mit Verstand
Kein Prepper mit Verstand.

Gerade in Zeiten echter Krisen, wie aktuell die Covid-19-Pandemie, werden Prepper gerne mal mit negativ auffallenden Bevölkerungsgruppen in einen Topf geworfen. Da wären zum Beispiel die Hamsterkäufer oder Menschen, die in Tarnkleidung und mit Gasmaske durch die Stadt spazieren. Ja, das habe ich selbst beobachtet hier in Heinsberg. Das hat mit Preppen und Krisenvorsorge nichts zu tun. Das ist entweder, wie im Fall der Hamsterkäufer, eine Panikreaktion oder das Verlangen nach Aufmerksamkeit, wie bei dem Kerl in Tarnkleidung und Gasmaske. Jemand, der ernsthafte Krisenvorsorge betreibt, braucht schon längst keine Hamsterkäufe mehr zu tätigen und wird auch nicht in Vollmontur durch die Straßen ziehen.

Warum ich Prepper wurde

Ich bin 2013 zum Preppen gekommen. Damals wurde meine älteste Tochter geboren und ich habe, zusammen mit meiner Frau, die Verantwortung für ein wehrloses Geschöpf übernommen. Da war plötzlich jemand, der sich voll und ganz auf Dich verlässt und der glaubt, dass Du immer auf alles eine Antwort hast. Und ich habe mir vorgestellt, wie es wäre, wenn jetzt plötzlich alles nicht mehr so ist wie es einmal war. Was, wenn von jetzt auf gleich die Katastrophe eintritt? Was, wenn auch nur ein bis zwei Wochen lang die Supermärkte keine Ware mehr bekommen?

Ich bin ehrlich: Der Gedanke bereitete mir Sorge. Ich wusste, mir würde der Einfluss auf den Zustand meiner kleinen Familie entgleiten und wir würden in schreckliche Situationen geraten. Kurz danach habe ich Blackout* von Marc Elsberg gelesen und mir wurde bewusst, dass diese Gesellschaft, in der wir leben, nicht unbedingt so stabil ist wie wir es glauben möchten.

Die Sicherheit, die wir haben, ist nichts Garantiertes und kann schneller verschwinden, als einem lieb ist. Darum entschied ich mich ein Prepper zu werden und mich mit Krisenvorsorge zu beschäftigen.

Krisenvorsorge und der Staat

Preppen hat nichts mit Politik zu tun, vernünftige Krisenvorsorge ist grundsätzlich erstmal unpolitisch. Natürlich hat jeder Mensch seine eigenen Ansichten zu den Geschehnissen in der Welt da draußen. Ich möchte aber an dieser Stelle betonen, dass Ich mich von jeglicher Art von Hass, Gewalt, Diskriminierung und von Verschwörungstheorien distanziere. Preppen sollte etwas sein, dass die Menschen zusammenbringt und ihnen ein gemeinsames Ziel gibt.

Vorratshaltung als Krisenvorsorge
Vorratshaltung als Krisenvorsorge

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat hierzu grundlegende Informationen für die Notfallvorsorge zusammengetragen. Das stellt schon mal ein anfängliches Rahmenwerk dar, um den Einstieg in die Krisenvorsorge zu erleichtern.

Im Notfall seid ihr als Prepper besser aufgestellt. In Gesprächen mit anderen merke ich oft, dass den Menschen das gar nicht bewusst ist. Natürlich sind die Empfehlungen des BBK nicht all umfänglich und es darf wirklich nur als erster Anfang gesehen werden. Ich sehe in den Informationen aber zusätzlich auch ein interessantes Signal: Der Staat empfiehlt seinen Bürgern Krisenvorsorge zu betreiben.

Wie man Prepper wird

Um ein Prepper zu werden braucht man nicht in irgendeinen Club eintreten oder sich in irgendeinem speziellen Forum registrieren. Sobald man anfängt sich mit dem Thema zu befassen und ernsthaft Krisenvorsorge zu betreiben ist man im Prinzip ein Prepper.

Wichtig ist, dass man sich fortlaufend dafür interessiert und informiert. Es heißt also: lesen, lesen und nochmals lesen! Einfach nur Ausrüstung kaufen und Konservendosen bunkern macht noch keinen Prepper aus. Man muss Verstand walten lassen und systematisch an die Sache rangehen.

Dazu soll dieser Blog dienen: Informationen rund um das Thema Krisenvorsorge liefern. Ganz ohne Panikmache!

Euer Prepper mit Verstand

Bilder von unsplash-logoFolco Masi unsplash-logoNatalya Letunova

2 Antworten auf „Warum Prepper sein bzw. Krisenvorsorge betreiben?“

  1. Mit meinem alten Windows , und dem Browser Version 8
    lassen sich oftmals deutsche Seiten (hier zum Beispiel
    Katastrophen-schutz https://www.bbk.bund.de )
    im Internet nicht mal aufrufen: Da heißt dann Fehler:
    Gesicherte Verbindung fehlgeschlagen .
    Ein Fehler ist während einer Verbindung mit http://www.bbk.bund.de
    aufgetreten. Sichere Kommunikation mit der Gegenstelle ist nicht möglich:
    Keine gemeinsamen Verschlüsselungsalgorithmen.
    Was soll diese Katastrophenschutz-Internetseite einem einfachen Reisbauern
    Hilfe bringen, wenn man Anforderung zu Kommunikation so hoch setzt,
    dass man nicht mal eine email-adresse von denen lesen kann.
    Es ist immer das selbe hier, es wird einfach weiter gegangen und geht
    da nicht um Menschen, nicht um Familien sondern darum daß
    die Wirtschaftsmacht Ziel erreicht.
    Es geht mir seit langer zeit mit mehreren deutschen Seiten
    (meist von Behoerden ) in DeutscheLand so, während die
    Oesterreicher da besser mitdenken , deren Seite lässt sich
    auch mit einfachen Windows (z.B. XP) nutzen
    https://www.bmi.gv.at/204/start.aspx

    1. Hi Greesli,
      danke für Deinen Kommentar. Da ich beruflich mit Informationssicherheit zu tun habe, kann ich Dir nur empfehlen: aktualisiere Dein Betriebssystem und Deine Software regelmäßig. Windows XP und sogar 8 sind längst am Ende des Supports angekommen und sollten somit nicht mehr eingesetzt werden.
      Veraltete Software stellt ein Risiko dar, welches auch ein Prepper bedenken sollte.
      Die Anforderungen an die Kommunikation sind also gar nicht so hoch gesetzt und selbst ein „einfacher Reisbauer“ wird es schaffen ein aktuelles Betriebssystem zu nutzen. 😉
      Schönen Gruß,
      Philipp

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